1815 – 1946 : Das Arve-Tal Und Die Automatendreherei:Die Wiege Von Anthogyr

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1815 – 1946 : Das Arve-Tal Und Die Automatendreherei:Die Wiege Von Anthogyr
Montag, 1. Januar 2018Beschreibung :


Im Arve-Tal entwickelte sich Ende des 18. Jahrhunderts die Tätigkeit des Drehens – der französische Terminus ?décolletage? wurde 1815 geprägt – auch aufgrund des besonders strengen Klimas im Winter, in dem "der Bauer sich an die Werkbank stellte". Die Metallbearbeitung bestand damals aus der Herstellung eines Schraubengewindes durch das Abstechen von Spänen vom sich drehenden Werkstück. Mit einer einfachen Ausrüstung stellte der Bauer während des Winters mit Handwerkzeugen und Drehbänken mit Fußantrieb Drehteile her, die ihm ein zusätzliches Einkommen verschafften. Aufgrund der wachsenden Nachfrage der Genfer Handwerker wurde aus der jahreszeitlichen Produktion in einer Ecke des Stalls eine Spezialisierung auf Bauteile für Uhrwerke. So gab Claude Anthoine, der Erste, der diesen Namen trug, Anfang des 19.


Jahrhunderts an, vier Berufe auszuüben: Landwirt, Müller, Imker und schließlich Uhrmacher. Im Laufe der Zeit nahm diese Tätigkeit einen immer breiteren Raum ein und die Werkzeuge wurden weiter verbessert. Die Stangendrehbänke wurden 1835 durch einen Revolverkopf ergänzt, mit dem die Arbeiter identische Drehteile herstellen konnten, ohne ständig die Werkzeuge wechseln zu müssen. Die Automatisierung erfolgte dann 1870 durch die Kurventrommel. Die Spezifizierung und Miniaturisierung der Arbeitsvorgänge führten zur Professionalisierung der Arbeiter. Zwei Ereignisse des Jahres 1848 zeugen von dieser Entwicklung: einerseits die Eröffnung der Königlichen Uhrmacherschule (École Royale d’Horlogerie) in Cluses und andererseits die Eintragung der Firmensatzung durch Joseph Anthoine, Claudes Sohn, zur offiziellen Gründung seines in diesem Bereich spezialisierten Zulieferunternehmens.


Doch erst in der dritten Generation wurde der erste Betrieb gebaut. Émile Anthoine errichtete das Werk 1908 in Magland und gründete gleichzeitig die Établissements Anthoine, die 1917 zu Anthoine Émile et Fils (AEF) wurden. Die Einweihung einer zweiten Produktionsstätte in Sallanches im Jahr 1919 bestätigte die industrielle Größenordnung des Familienunternehmens und seinen Ruf im Arve-Tal. Da AEF 1943 als ?vorrangiges Unternehmen? eingestuft wurde, litt es nicht allzu sehr unter dem Rohstoffmangel während des Krieges. Es erlebte eine entscheidende Diversifizierung, aus der Anthogyr entstand.

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